Hypnosystemische Krisenintervention

DozentIn(nen)
Veranstaltungsdatum
-
Ort
München
Anmeldeschluss
Preis
396,00
inkl. Mwst.
Ausbildungspreis
250,00

Die Ausbildung ist nach aktuellem Stand gemäß § 4 Nr. 21a/bb UStG von der Umsatzsteuer befreit.
Module Für TeilnehmerInnen an unserer 4-jährigen Ausbildung zum Systemische(r) TherapeutIn bzw. BeraterIn sind folgende Module anrechenbar:
2 Tage Modul 2 oder Modul 7

Weitere Informationen

Krisen-Erleben, ob individuell oder z.B. auch in Organisationen, geht bei Betroffenen oft einher mit Gefühlen von starker Angst, Katastrophen-Phantasien, manchmal sogar Todesangst, aber nicht selten auch Todessehnsucht, Verzweiflung, Konfusion, Sinnleere oder auch Tendenzen zu aggressiven Ausbrüchen. In Organisationen beeinflussen solche Prozesse auch intensiv die Art der Kommunikation („Gerüchteküche“, paranoide Vermutungen, verstärkte Intransparenz usw.). Auch im Beziehungsumfeld von Betroffenen, oft auch bei damit konfrontierten Therapeuten/Beratern kann dies zu ähnlich heftigen Prozessen beitragen. Dies zumal dann, wenn z.B. in Therapien/Beratungen bei Gefahr eventuell auch soziale Kontrolle eingeschaltet werden muss, welche intensive Einschränkungen von Autonomie bei Betroffenen mit sich bringen kann.

Für alle Beteiligten entstehen dabei massive Zwickmühlen. TherapeutInnen finden sich dann plötzlich in der Rolle sozialer Kontrolleure wieder, die sie nicht wollen, aber auch nicht ablegen können.
Hypnosystemisch versteht man solcheKrisen,die Problemtrance bewirken, als Ergebnis des Zusammenbrechens von vertrauten intrapsychischen und interaktionellen Mustern. Hilfreiche Kompetenzprozesse werden dabei oft dissoziiert und von dysfunktionaleren Mustern mit primitiveren Lösungsversuchen abgelöst.

Im Seminar werden diverse hypnosystemische Strategien vermittelt, wie man solche Eskalationsmuster trotzdem gut für kooperatives Pacing nutzen und utilisieren kann als wertvolle Rückmeldung und
Informationsquelle aus der kompetenten Intuition der Beteiligten im System. Gezeigt werden auch Unterschiede, die sich in ambulanten und stationären Settings ergeben. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt wird sein, wie Therapeuten/Berater in solchen Situationen gut für sich sorgen
können und eine effektive Balance für eventuell widersprüchliche Rollen erlangen.

Methodik: Theorie, Demonstrationen und viele praktische Übungen.

Zeiten:
1. Tag: 11.00–14.00 und 16.00–19.00 Uhr
2. Tag: 10.00–13.00 und 15.00–18.00 Uhr