Und für dieses Jahr möchten wir noch auf folgendes Seminar aufmerksam machen, das im Herbst in Slowenien stattfindet: Prototypische Strukturaufstellungen, Surfen zwischen prototypisch und spezifisch, und SySt®-Miniaturen
Termin: 20. - 25.10.2026 Dozent*innen: Dipl.-Psych. Insa Sparrer, Prof. Dr. Matthias Varga von Kibéd und Dipl.-Psych. Anja Meinen Ort: Strunjan, Slowenien Die Strukturaufstellungsarbeit im SySt®-Ansatz kann ganz grob in drei große Klassen aufgeteilt werden: spezifisch-konkrete Aufstellungen (SKA), prototypische Aufstellungen (PTA) und Als-ob-Aufstellungen, die lediglich als Trainingsinstrumente relevant sind. Die meisten Anwendungen von Strukturaufstellungen, mit denen Sie vielleicht schon in Berührung gekommen sind, stellen spezifisch-konkrete Aufstellungen dar. Dabei heißt spezifisch, dass es um eine spezifische Sichtweise einer Person, Personengruppe oder Organisation als Anliegenbringer:in geht und diese*r Anliegenbringer*in wird in der Aufstellung durch den Fokus repräsentiert. Konkret heißt, dass es nicht um ein allgemeines Interesse an einem Gebiet, Bereich oder Zusammenhang geht, sondern um eine ganz konkrete Fragestellung, die z.B. als Problem erlebt wird und für die nach einer Lösung gesucht wird, als offizielles Thema. Wird eine Strukturaufstellung hingegen als prototypische Aufstellung durchgeführt, geht es um ein gemeinsames Anliegen vieler Beteiligter unter Zustimmung aller Anwesenden. Dieses Anliegen wird hier aber möglicherweise aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, die jeweils zum Fokus werden könnten und es ist noch keine einzelne Sichtweise hervorgehoben. Dadurch können auch in größeren Gruppenprozessen eine Vielzahl von Personen in Austausch über ähnliche Fragestellungen, Schwierigkeiten und Lösungsansätze kommen, ohne dass sich jemand von vorneherein zu sehr exponieren müsste. Vom Surfen zwischen prototypisch und spezifisch sprechen wir bei PTA, wenn wir SKA für mehrere einzelne Perspektiven hintereinander aus der PTA entwickeln, dabei aber nicht in die volle Intensität des Erlebens von üblichen SKA hineingehen. Dadurch ist diese Vorgehensweise gerade zur Gesichtswahrung im organisationalen Kontext besonders nützlich und empfehlenswert. Doch auch für eine Gruppe von Personen, bei denen es um Übertragungsmöglichkeiten von Einsichten zu persönlichen Problemen auf andere Lebensbereiche geht, ist die Methodik des Surfens zwischen SKA und PTA eine sehr wirkungsvolle Vorgehensweise, bei der oft eine größere Anzahl von Anliegen in einem begrenzten Zeitraum berührt werden kann.
Die prototypischen Strukturaufstellungen werden hier an teilnehmerspezifischen Themen exemplifiziert und verbinden zugleich die Methodik mit anderen Anwendungsbereichen. SySt®-Miniaturen verwenden einen eng begrenzten Teil der komplexen Interventionsgrammatik und stellen daher eine geeignete Form des Kennenlernens dieses Gebietes in der Praxis. Wir nehmen bei den Miniaturen Bezug auf partielle SySt-Formate, insbesondere Tetralemma-Aufstellung (TLA), Glaubenspolaritäten-Aufstellung (GPA) und Wertequadrat-Aufstellung (WQA). Es erwartet Sie eine intensive, an praktischen Übungen reiche Seminarwoche mit lebhaften Gruppenlernprozessen, der Gelegenheit, eigene Themen einzubringen und neuen Impulsen für die Arbeit mit Personengruppen auf der Grundlage des SySt®-Ansatzes. Informationen und Anmeldung: https://www.syst.info/de/seminar/prototypische-strukturaufstellungen-surfen-zwischen-prototypisch-und-spezifisch-und-systr |